Ferritinspiegel und Body-Mass-Index bei Jugendlichen

Wissenschaftler aus Jordanien haben bei Heranwachsenden mit Übergewicht die Ferritinkonzentrationen bestimmt und mit dem Body-Mass-Index in Zusammenhang gebracht. Sie konnten nachweisen, dass normale Ferritinspiegel bei übergewichtigen Personen nicht notwendigerweise einen normalen Eisenspeicher bedeuten.

Referenz:
Khulood K. Shattnawi, Mahmoud Alomari et al.: The relationship between plasma ferritin levels and body mass index among adolescents; Sci Rep. 2018; 8: 15307, Published online 2018 Oct 17.

 

Kommentar:
Übergewicht ist ja mit einer erhöhten Entzündungsaktivität verbunden, weshalb die Ferritinkonzentrationen dann als Folge einer Akutphasenreaktion zumindest leicht ansteigen. Deshalb kann ein normaler Ferritinwert bei Übergewichtigen dann durchaus mit einem Eisenmangel einhergehen.


Neurodegenerative Erkrankungen

In diesem Vortrag geht es hauptsächlich um Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Neurodegenerative Erkrankungen unterscheiden sich zwar in ihrem Erscheinungsbild, haben aber ähnliche Krankheitsmechanismen.

Eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen ist die Grundvoraus-setzung für eine normale Funktionsfähigkeit des Gehirns. Mit einer gezielten Mikronährstofftherapie sind viele biochemische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen behandelbar, z. B. der oxidative Stress, die erhöhte Entzündungsneigung, Energiemangel der Nervenzellen und vieles mehr.

  • Sie erfahren, welche Vitamine, Mineralstoffe Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren für das Gehirn relevant sind.
  • Außerdem wird erläutert, wie man herausfindet, welche Biomoleküle fehlen und wie man gezielt einen Mikronährstoffmangel beheben kann.

Wir laden Sie recht herzlich ein zu unserem Vortrag.

Wiesbaden
10.02.2019 um 10.30 Uhr auf der Paracelsus Messe in Wiesbaden, RheinMain CongressCenter, Friedrich-Ebert-Allee 1 in Wiesbaden

Aschaffenburg
22.03.2019 um 19.00 Uhr im CongressCenter „Stadthalle am Schloss“, Konferenzraum Dalberg (K2), Schlossplatz 1 in Aschaffenburg

Referent ist Dr.med. Hans-Günter Kugler. Der Eintritt ist kostenlos.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


Vitamin D vermindert Rückenprobleme bei übergewichtigen und adipösen Erwachsenen

Vitamin D und Rückenprobleme

Eine Vitamin-D-Supplementierung bei übergewichtigen oder adipösen Erwachsenen mit einem deutlichen Vitamin-D-Mangel verbesserte Rückenbeschwerden. Die Behandlung eines schweren Vitamin-D-Mangels wird normalerweise zur Verbesserung der Knochengesundheit empfohlen, aber kann wohl auch Rückenbeschwerden verbessern.

Referenz:
Brady SRE et al.: Vitamin D supplementation may improve back pain disability in vitamin D deficient and overweight or obese adults. J Steroid Biochem Mol Biol. 2018 Sep 7.


Eisenmangel bei übergewichtigen Heranwachsenden

Eisenmangel Kinder

Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 29 Jugendlichen mit Anämie, bei 33 übergewichtigen Jugendlichen ohne Anämie und bei 33 gesunden Jugendlichen verschiedene Laborwerte in Zusammenhang mit Anämie und Übergewicht. Außerdem wurden die Herzfunktionen echokardiographisch untersucht. Bei übergewichtigen Jugendlichen entwickelt sich eine Anämie infolge eines Eisenmangels und einer chronischen Entzündung. Bereits eine leichte Anämie kann die Pulsfrequenz erhöhen und die diastolische Herzfunktion beeinflussen. Diätprogramme für übergewichtige Kinder sollten zur Vermeidung einer Eisenmangelanämie sorgfältig geplant werden.

Referenz:
Yıldırım Ö et al.: Anemia and Its Effect on Cardiovascular Findings in Obese Adolescents. Turk J Haematol. 2018 Aug 3;35(3):192-196.


Antioxidantien schützen gegen kognitive und körperliche Störungen bei älteren übergewichtigen Menschen

Antioxidantien und Übergewicht

Forscher aus Mexiko haben publiziert, dass ein Mangel an Antioxidantien bei älteren Menschen mit Übergewicht/ Adipositas, Störungen der kognitiven und körperlichen Leistungsfähigkeit förderte. Die Einnahme von Kupfer, Selen und Magnesium schien gegen diese Beschwerden zu schützen.

Referenz:
Loredana Tavano-Colaizzi et al.: The consumption of antioxidants protects against cognitive and physical disabilities in aged with obesity. Published 2018 in Nutricion hospitalaria


Aminosäuren beim metabolischen Syndrom

US-Wissenschaftler untersuchten die Aminosäurenkonzentrationen bei Patienten mit beginnendem metabolischen Syndrom und bei gesunden Kontrollpersonen. Tyrosin und Isoleucin waren bei Patienten mit metabolischem Syndrom signifikant erhöht, während Lysin und Methionin bei diesen Patienten vermindert waren.

Lysin korrelierte negativ mit Entzündungsbiomarkern; Methionin korrelierte negativ mit dem Blutdruck und gewissen Entzündungsbiomarkern. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass erhöhte Spiegel von Isoleucin und verminderte Spiegel von Lysin als frühe Biomarker des metabolischen Syndroms angesehen werden könnten.

Referenz:
Reddy P, Leong J, Jialal I: Amino acid levels in nascent metabolic syndrome: A contributor to the pro-inflammatory burden; J Diabetes Complications. 2018 May;32(5):465-469.


Niedrige Vitamin-D-Spiegel bei übergewichtigen Heranwachsenden

Eine Hypovitaminose D, also zu niedrige Vitamin-D-Spiegel, waren in einer polnischen Studie bei übergewichtigen Jugendlichen mit einem vermehrten Auftreten von Bluthochdruck, Fettleber, erhöhten Harnsäurekonzentrationen und niedrigen Phosphorspiegeln assoziiert.

Referenz:
Wojcik M et al.: The potential impact of the hypovitaminosis D on metabolic complications in obese adolescents – Preliminary results. Ann Agric Environ Med. 2017 Dec 23;24(4):636-639.


Vitamine: Vitaminspiegel bei Metabolischem Symdrom

Von polnischen Forschern wurden die Plasmaspiegel der Vitamine A, C, E und D bei Patienten mit Metabolischem Syndrom und gesunden Kontrollpersonen untersucht. Bei den Patienten mit Metabolischem Syndrom waren die Konzentrationen der erwähnten Vitamine signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen.

Referenz:
Godala M et al.: The risk of plasma vitamin A, C, E and D deficiency in patients with metabolic syndrome: A case-control study. Adv Clin Exp Med. 2017 Jul;26(4):581-586.


Mikronährstoffe sind wichtig für Entgiftung und Entschlackung

Neben den Nährstoffen nimmt der Mensch täglich auch eine individuelle Menge an Fremdstoffen zu sich. Diese umfassen Arzneistoffe, Umweltgifte, Nahrungszusatzstoffe, aber auch verschiedene Substanzen des Pflanzenstoffwechsels. Toxine können auch in einem gewissen Umfang im menschlichen Körper selbst entstehen, z. B. bei einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Darmes oder bei einer Einschränkung der Verdauungsleistung. Durch Stressfaktoren wie Entzündungen, Infektionen, Sauerstoffmangel etc. entstehen vermehrt freie Radikale, die wiederum wichtige Biomoleküle zerstören können.

Die meisten Xenobiotika, die der Mensch über die Nahrung aufnimmt, sind fettlöslich und werden deshalb leicht vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Für die Ausscheidung über die Nieren und über die Galle müssen diese Substanzen in einen wasserlöslichen Zustand gebracht werden. Die Leber ist das Hauptentgiftungsorgan des Stoffwechsels. Bei der Biotransformation in der Leber werden Phase-1- und Phase-2-Reaktionen unterschieden. In Phase-1-Reaktionen werden die Fremdstoffmoleküle so verändert, dass sie anschließend in den Phase-2-Reaktionen an körpereigene Moleküle angekoppelt werden können, was dann eine Ausscheidung ermöglicht.

An den Entgiftungsreaktionen sind mehrere Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente beteiligt, so dass gerade Menschen mit einer verminderten Entgiftungskapazität oder einem erhöhten Entgiftungsbedarf auf eine optimale Zufuhr dieser Mikronährstoffe achten sollten. Bei den Aminosäuren sind Glycin, Taurin und Glutamin an Entgiftungsreaktionen beteiligt. Zum Beispiel wird der häufig verwendete Konservierungsstoff Benzoesäure an Glycin angekoppelt. Bei einem Taurinmangel kann sich die Toxizität einiger Xenobiotika wie Aldehyde und Chlorverbindungen erhöhen. Eine sehr wichtige Bedeutung haben schwefelhaltige Substanzen wie Cystein, Methionin und Glutathion. Cystein ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von aktiviertem Sulfat. Mehrere Substanzen werden mittels Sulfatierung ausgeschieden, wie z.B. Steroidhormone oder auch Adrenalin und Noradrenalin. Glutathion wird aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin gebildet und spielt eine zentrale Rolle bei Entgiftungsreaktionen. Glutathion ist für die Entgiftung einer Vielzahl von Xenobiotika erforderlich, z.B. Insektizide und Lösungsmittel. Die Bedeutung des Glutathions für die Entgiftung lässt sich auch daran ablesen, dass die Glutathion-Transferasen immerhin zehn Prozent aller Proteine im inneren der Leberzellen ausmachen. Mit zunehmender Schadstoffbelastung steigt auch der Bedarf an einigen Spurenelementen, z.B. von Selen, das im Glutathionstoffwechsel benötigt wird. Auch Zink, Kupfer und Eisen werden vermehrt benötigt.

Vitamin C stimuliert die Bildung der Cytochrom-P450-Enzyme, die in den Phase-1-Reaktionen eine zentrale Bedeutung haben. Vitamin C vermindert auch die Toxizität von Schwermetallen und ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans. Vitamin B2 ist Teil der Glutathion-Reduktase, die für die Regeneration von Glutathion erforderlich ist.

Wie man unschwer sieht, spielen Mikronährstoffe bei der Entgiftung eine große Rolle. Deshalb sollte man im Rahmen von Entgiftungs- und Entschlackungsmaßnahmen immer auch an eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen denken. Allerdings sollte vor einer Supplementierung von Mikronährstoffen eine entsprechende Laboranalyse erfolgen. Dadurch ist eine individuelle Dosierung mit Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen möglich. Wir empfehlen hierzu die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils.

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
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