Eisenmangel bei übergewichtigen Heranwachsenden

Eisenmangel Kinder

Wissenschaftler aus der Türkei untersuchten bei 29 Jugendlichen mit Anämie, bei 33 übergewichtigen Jugendlichen ohne Anämie und bei 33 gesunden Jugendlichen verschiedene Laborwerte in Zusammenhang mit Anämie und Übergewicht. Außerdem wurden die Herzfunktionen echokardiographisch untersucht. Bei übergewichtigen Jugendlichen entwickelt sich eine Anämie infolge eines Eisenmangels und einer chronischen Entzündung. Bereits eine leichte Anämie kann die Pulsfrequenz erhöhen und die diastolische Herzfunktion beeinflussen. Diätprogramme für übergewichtige Kinder sollten zur Vermeidung einer Eisenmangelanämie sorgfältig geplant werden.

Referenz:
Yıldırım Ö et al.: Anemia and Its Effect on Cardiovascular Findings in Obese Adolescents. Turk J Haematol. 2018 Aug 3;35(3):192-196.


Antioxidantien schützen gegen kognitive und körperliche Störungen bei älteren übergewichtigen Menschen

Antioxidantien und Übergewicht

Forscher aus Mexiko haben publiziert, dass ein Mangel an Antioxidantien bei älteren Menschen mit Übergewicht/ Adipositas, Störungen der kognitiven und körperlichen Leistungsfähigkeit förderte. Die Einnahme von Kupfer, Selen und Magnesium schien gegen diese Beschwerden zu schützen.

Referenz:
Loredana Tavano-Colaizzi et al.: The consumption of antioxidants protects against cognitive and physical disabilities in aged with obesity. Published 2018 in Nutricion hospitalaria


Aminosäuren beim metabolischen Syndrom

US-Wissenschaftler untersuchten die Aminosäurenkonzentrationen bei Patienten mit beginnendem metabolischen Syndrom und bei gesunden Kontrollpersonen. Tyrosin und Isoleucin waren bei Patienten mit metabolischem Syndrom signifikant erhöht, während Lysin und Methionin bei diesen Patienten vermindert waren.

Lysin korrelierte negativ mit Entzündungsbiomarkern; Methionin korrelierte negativ mit dem Blutdruck und gewissen Entzündungsbiomarkern. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass erhöhte Spiegel von Isoleucin und verminderte Spiegel von Lysin als frühe Biomarker des metabolischen Syndroms angesehen werden könnten.

Referenz:
Reddy P, Leong J, Jialal I: Amino acid levels in nascent metabolic syndrome: A contributor to the pro-inflammatory burden; J Diabetes Complications. 2018 May;32(5):465-469.


Niedrige Vitamin-D-Spiegel bei übergewichtigen Heranwachsenden

Eine Hypovitaminose D, also zu niedrige Vitamin-D-Spiegel, waren in einer polnischen Studie bei übergewichtigen Jugendlichen mit einem vermehrten Auftreten von Bluthochdruck, Fettleber, erhöhten Harnsäurekonzentrationen und niedrigen Phosphorspiegeln assoziiert.

Referenz:
Wojcik M et al.: The potential impact of the hypovitaminosis D on metabolic complications in obese adolescents – Preliminary results. Ann Agric Environ Med. 2017 Dec 23;24(4):636-639.


Vitamine: Vitaminspiegel bei Metabolischem Symdrom

Von polnischen Forschern wurden die Plasmaspiegel der Vitamine A, C, E und D bei Patienten mit Metabolischem Syndrom und gesunden Kontrollpersonen untersucht. Bei den Patienten mit Metabolischem Syndrom waren die Konzentrationen der erwähnten Vitamine signifikant niedriger als bei den gesunden Kontrollpersonen.

Referenz:
Godala M et al.: The risk of plasma vitamin A, C, E and D deficiency in patients with metabolic syndrome: A case-control study. Adv Clin Exp Med. 2017 Jul;26(4):581-586.


Mikronährstoffe sind wichtig für Entgiftung und Entschlackung

Neben den Nährstoffen nimmt der Mensch täglich auch eine individuelle Menge an Fremdstoffen zu sich. Diese umfassen Arzneistoffe, Umweltgifte, Nahrungszusatzstoffe, aber auch verschiedene Substanzen des Pflanzenstoffwechsels. Toxine können auch in einem gewissen Umfang im menschlichen Körper selbst entstehen, z. B. bei einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Darmes oder bei einer Einschränkung der Verdauungsleistung. Durch Stressfaktoren wie Entzündungen, Infektionen, Sauerstoffmangel etc. entstehen vermehrt freie Radikale, die wiederum wichtige Biomoleküle zerstören können.

Die meisten Xenobiotika, die der Mensch über die Nahrung aufnimmt, sind fettlöslich und werden deshalb leicht vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Für die Ausscheidung über die Nieren und über die Galle müssen diese Substanzen in einen wasserlöslichen Zustand gebracht werden. Die Leber ist das Hauptentgiftungsorgan des Stoffwechsels. Bei der Biotransformation in der Leber werden Phase-1- und Phase-2-Reaktionen unterschieden. In Phase-1-Reaktionen werden die Fremdstoffmoleküle so verändert, dass sie anschließend in den Phase-2-Reaktionen an körpereigene Moleküle angekoppelt werden können, was dann eine Ausscheidung ermöglicht.

An den Entgiftungsreaktionen sind mehrere Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente beteiligt, so dass gerade Menschen mit einer verminderten Entgiftungskapazität oder einem erhöhten Entgiftungsbedarf auf eine optimale Zufuhr dieser Mikronährstoffe achten sollten. Bei den Aminosäuren sind Glycin, Taurin und Glutamin an Entgiftungsreaktionen beteiligt. Zum Beispiel wird der häufig verwendete Konservierungsstoff Benzoesäure an Glycin angekoppelt. Bei einem Taurinmangel kann sich die Toxizität einiger Xenobiotika wie Aldehyde und Chlorverbindungen erhöhen. Eine sehr wichtige Bedeutung haben schwefelhaltige Substanzen wie Cystein, Methionin und Glutathion. Cystein ist die Ausgangssubstanz für die Bildung von aktiviertem Sulfat. Mehrere Substanzen werden mittels Sulfatierung ausgeschieden, wie z.B. Steroidhormone oder auch Adrenalin und Noradrenalin. Glutathion wird aus den Aminosäuren Cystein, Glutaminsäure und Glycin gebildet und spielt eine zentrale Rolle bei Entgiftungsreaktionen. Glutathion ist für die Entgiftung einer Vielzahl von Xenobiotika erforderlich, z.B. Insektizide und Lösungsmittel. Die Bedeutung des Glutathions für die Entgiftung lässt sich auch daran ablesen, dass die Glutathion-Transferasen immerhin zehn Prozent aller Proteine im inneren der Leberzellen ausmachen. Mit zunehmender Schadstoffbelastung steigt auch der Bedarf an einigen Spurenelementen, z.B. von Selen, das im Glutathionstoffwechsel benötigt wird. Auch Zink, Kupfer und Eisen werden vermehrt benötigt.

Vitamin C stimuliert die Bildung der Cytochrom-P450-Enzyme, die in den Phase-1-Reaktionen eine zentrale Bedeutung haben. Vitamin C vermindert auch die Toxizität von Schwermetallen und ist ein wichtiges wasserlösliches Antioxidans. Vitamin B2 ist Teil der Glutathion-Reduktase, die für die Regeneration von Glutathion erforderlich ist.

Wie man unschwer sieht, spielen Mikronährstoffe bei der Entgiftung eine große Rolle. Deshalb sollte man im Rahmen von Entgiftungs- und Entschlackungsmaßnahmen immer auch an eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen denken. Allerdings sollte vor einer Supplementierung von Mikronährstoffen eine entsprechende Laboranalyse erfolgen. Dadurch ist eine individuelle Dosierung mit Aminosäuren, Vitaminen und Spurenelementen möglich. Wir empfehlen hierzu die Durchführung des DCMS-Stoffwechsel-Profils.

Weitere Infos:
– Praxis für Mikronährstoffmedizin –
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
Löwensteinstraße 9
D-97828 Marktheidenfeld
Tel. +49/ (0)9394/ 9703-0
www.diagnostisches-centrum.de


Zur Bedeutung von Taurin für das Fettgewebe

Übergewicht / Adipositas wird durch ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch ausgelöst. Übergewicht / Adipositas ist durch eine niedrig-gradige chronische Entzündungsaktivität gekennzeichnet. Hierfür sind vergrößerte Adipozyten charakteristisch, die vermehrt durch Makrophagen infiltriert werden.

Sowohl bei Tieren als auch bei Menschen wurden Effekte von Taurin auf die Pathogenese des Übergewichts beobachtet. Taurin besitzt antientzündliche und antioxidative Effekte und moduliert den Fettstoffwechsel. Eine Taurinsupplementierung kann auch die Infiltration von Makrophagen ins Fettgewebe verhindern. Taurin reduziert die Bildung proinflammatorischer Zytokine, so dass insgesamt bei Taurin von einem entzündungshemmenden Effekt auszugehen ist.

Referenz:
Murakami S: The physiological and pathophysiological roles of taurine in adipose tissue in relation to obesity; Life Sci. 2017 Aug 8. pii: S0024-3205(17)30392-2.


Metabolisches Syndrom und Vitamine

Stoffwechselstörungen wie Adipositas und Diabetes treten immer häufiger auf und werden zu einem zunehmenden öffentlichen Gesundheitsproblem. Neben anderen Risikofaktoren spielt oxidativer Stress eine wichtige Rolle für die Entstehung dieser Erkrankungen. Aus diesem Grund wurden von Forschern aus Polen die Vitamine A, C, E und D im Plasma von Patienten mit metabolischem Syndrom gemessen. Die Plasmaspiegel der Vitamine A, C, E und D waren bei den Patienten mit metabolischem Syndrom signifikant niedriger als bei gesunden Kontrollpersonen. Auch innerhalb der Vitamine gab es viele Korrelationen, z.B. korrelierte die Vitamin-A-Konzentration mit der von Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E. Die Vitamin-D-Konzentration korrelierte mit den Spiegeln von Vitamin E und Vitamin C. Die Patienten mit einem Vitamin-A-Mangel hatten im Vergleich zu den Kontrollpersonen auch ein niedrigeres HDL-Cholesterin.

Referenz:
Godala MM et al.: The risk of plasma vitamin A, C, E and D deficiency in patients with metabolic syndrome: a case-control study. Adv Clin Exp Med. 2017 Jun 27.


Eisenparameter bei übergewichtigen Kindern

Forscher aus der Türkei untersuchten bei 110 Kindern zwischen sechs und 16 Jahren, darunter 50 Adipösen und 60 gesunden Kindern, verschiedene Parameter des Eisenstoffwechsels. Sie konnten nachweisen, dass adipöse Kinder und Heranwachsende im Vergleich zur Kontrollgruppe ein höheres Risiko für einen Eisenmangel aufwiesen.

Referenz:
Doğan G et al.: Iron parameters, prohepcidin and soluble transferrin receptor levels in obese children. Minerva Pediatr. 2016 Dec 22.